Über Kuni Schneider
Beim Betrachten von unverfälschter Natur fällt auf: Elemente, die im Verfall begriffen sind, gehören zum Gesamtbild, zu ihrer „Schönheit”, ohne sie wird Landschaft zum Kitschbild.
Aus Absterbendem bildet sich neues Wachstum. Naturvorbild wird Sinnbild: In ursprünglicher Natur gehört selbstverständlich zusammen, was wir oft in unserem Leben ausgrenzen möchten.
Wichtige Bildthemen:
- Naturelemente werden teilweise umgedeutet und erfahren in den Bildkompositionen eine weitere Wandlung, z.B.:„Entwurzelt”, „Phönix”, 2005; „Kräfte”, 1997: Ein durch Windbruch zerstörter Baum, der durch seine Fasern durchaus noch von seiner ursprünglichen Vitalität kündet.
- Die faszinierende Wandlungsfähigkeit des Wassers: Klares Wasser in einer Quelle, als Bild für Reinheit, das alles preisgibt, selbst was in der Tiefe liegt, z.B. Baumstämme, die wie Gitterwerk aufscheinen. Durch die nahezu glatte Oberfläche spiegelt sich sogar der Himmel wieder (z.B.: „Transparenz und Spiegelung”, 2000).
- Die ungestüme Kraft des Wassers in wildem Gewässer, dessen Bewegung kaum mit dem Auge zu erfassen ist.
- Kois in japanischen Gärten ? in kunstvoll kultivierter Natur ? Bild für Vitalität, Lebensfreude, für gelungene Verbindung von Natur und Kultur.
- Wolkenformationen, die ständig in Bewegung sind, dunkle vorüber ziehende Wolken vor lichtem Horizont.
Im Malprozess erfährt die Auseinandersetzung mit Naturvorbildern durch Überlagerung von Schichten in einigen Bildern allmählich eine Abstraktion, die teilweise zu einer nahezu gegenstandslosen Bildlösung führt, zu rhythmisch bewegten Formen im Bild (z. B.: Phönix, Wasserfall).
Die Arbeiten entstehen in mehreren Schichten. Überlagerungen überdecken nie ganz die sich darunter befindliche Malschicht. Durch dieses Verfahren wird zum einen der Malprozess, die Bildgenese, zumindest andeutungsweise nachvollziehbar: das Bild entwickelt allmählich seinen „Farbraum”.
Lebenslauf
| 17.02. 1952 | geboren in Kämpfelbach - Ersingen |
| 1971 | Abitur am Kepler-Gymnasium Pforzheim |
| 1971 - 1977 | Studium an der Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe bei Prof. Gert van Dülmen und Prof. Albrecht von Hancke
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| 1972 - 1975 | Studium der Literaturwissenschaft an der Universität Karlsruhe |
| 1977 - 1979 | Studienreferendarin, zweites Staatsexamen |
| Seit 1994 | Mitglied in der
GEDOK (einige Jahre als Fachbeirätin für Malerei)
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| Seit 2003 | Mitglied im
Bezirksverband Bildender Künstler Karlsruhe (BBK) |
| Zur Zeit | Tätig als Kunsterzieherin am Gymnasium Neureut
mit Beifach Deutsch und als Malerin
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